Shenzhen - die modernste und dynamischste Stadt der Welt

 
 

SHENZHEN mit Sonderwirtschaftszone im Rechteck von 50 mal 100 km

Manche meinen, Las Vegas sei die dynamischste Stadt der Welt. Weil sich die Bevölkerungszahl seit 1990 verdoppelt hat. Nun sind es 1.7 Mio. Einwohner im Ballungsgebiet (Kern: 0,5). Dies mag für die USA gelten, aber nicht für die Welt insgesamt. Und ob Shanghai wirklich die modernste Stadt Chinas ist, darüber kann man auch anderer Meinung sein. Erstaunlich ist, dass diese Rekorde wohl eine Stadt gebrochen hat, die 1980 noch ein kleines Fischerdorf mit 20 - 30.000 Einwohnern darstellte und sich im Schatten der Metropole Hongkong nun selbst zur Metropole mit 7 Mio. Einwohnern entwickelt hat. Wo 1980 nur Ackerland war, stehen heute unzählige Wolkenkratzer in einem rechteckigen Bereich von 50 km mal 100 km, darunter das zweithöchste Gebäude Chinas, der "Diwang Dasha" (Shun Hing Square) mit 385 m Höhe und 69 Etagen.

Daten und Fakten zu Shenzhen

  • Im Süden der Provinz Guangdong gelegen, nur durch den Fluss „Shenzhen“ von Hongkong getrennt
  • Fläche 2.020 km², davon gehören 400 km² zur Sonderwirtschaftszone (SSEZ Shenzhen Special Economic Zone), Küstenlinie 223 km
  • Bevölkerung: 7 Millionen Einwohner, darunter 2,9 Millionen Wanderarbeiter
  • Durchschnittsalter der Einwohner beträgt ca. 30 Jahre (Las Vegas 34)
  • Durch hohen Akademiker-Anteil gekennzeichnete Bevölkerung, größtes Angebot an Fach- und Führungskräften in ganz China
  • Subtropisch maritimes Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 22°C
  • Shenzhen untergliedert sich in 6 Bezirke: Luohu, Nanshan, Futian, Baoan, Longgang und Yantian
  • Zählt zu den Modellstädten in China in Bezug auf den Umweltschutz
  • Wurde im Jahr 2000 in Washington als „Internationale Gartenstadt“ ausgewählt
  • Seit 1997 ist Shenzhen die Partnerstadt von Nürnberg
  • sieben Fachhochschulen; 570 Berufsschulen sowie viele Berufsbildungszentren für Erwachsene

Zur Geschichte von Shenzhen

  • Shenzhen war bis 1979 ein kleines Fischerdorf mit nur 20 - 30.000 Einwohnern

  • Im Jahr 1979 erfolgte die Gründung der Stadt (aus dem Kreis Baoan wurde die Stadt Shenzhen), im Jahr 1980 erfolgte die Errichtung der Sonderwirtschaftszone (SSEZ) – der ersten in ganz China

Zur Wirtschaft in Shenzhen

  • Shenzhen war bis 1979 ein kleines Fischerdorf mit nur 30.000 Einwohnern

  • Unter der Politik von Deng Xiaoping erste Sonderwirtschaftszone in China

  • im Jahr 1979 erfolgte die Gründung der Stadt (aus dem Kreis Baoan wurde die Stadt Shenzhen), im Jahr 1980 die Errichtung der Sonderwirtschaftszone – der ersten in ganz China

  • Steueranreize für ausländische Investitionen und Vorrechte für den Außenhandel mit dem Ziel, mit Hilfe ausländischer Investitionen (anfänglich in joint-ventures) eine exportorientierte Wirtschaft aufzubauen

  • Als Sonderwirtschaftszone untersteht Shenzhen in seiner Wirtschafts- und Finanzplanung nicht der Provinzregierung in Guangdong, sondern den Behörden in Peking.

  • Nach einer Entwicklung von 20 Jahren ist Shenzhen zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren Chinas geworden

  • Mit der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung hat auch der Tourismus in der Stadt einen Aufschwung erlebt

  • Nachdem Shenzhen zunächst als Standort für die Produktion von Massengütern, wie Spielwaren, bekannt war, spielt heute die Elektronikbranche eine bedeutende Rolle

  • High-Tech Branchen Software, Telekommunikation, Optoelektronik und Elektronik sind Shenzhens Schlüsselindustrien, bereits jetzt werden die Produkte der chinesischen Informationstechnologie zu 50 Prozent in Shenzhen hergestellt.

  • 2004 Produktionswert der High-Tech-Industrie ca. 32,66 Mrd. EURO, machte damit 50 % der industriellen Produktion von Shenzhen aus.

  • 45 % der Exporte wurden durch die High-Tech Branchen realisiert.

  • Von 1993 bis 2004 Shenzhen zwölf Jahre lang hintereinander die Stadt mit dem größten Exportvolumen in China (2004 Export: 77,85 Mrd. USD, Import 69,44 Mrd.USD), entspricht einem Anteil von 13% an den gesamten Exporten Chinas

  • Nach Hongkong ist Shenzhen die Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in China

  • Shenzhens Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahre 2004 um 17,3 % und erreichte 34,2 Mrd. EUR.

  • Das BIP verzeichnete in den vergangenen 20 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von jährlich 30%. Im Jahr 2002 wuchs das BIP um 15%.

  • Mit einem Pro-Kopf-BIP von 7.161 USD (6.160 EURO) lag Shenzhen im Jahre 2004 an der Spitze der chinesischen Großstädte.

  • Durchschnittseinkommen 2004 ca. 2.760 EUR, landesweit 1. Platz vor Kanton, Shanghai und Peking

  • attraktiver Standort für ausländische Investoren (2004 ausländische Investitionen in Höhe von 2,35 Mrd. USD), die meisten stammen aus Hongkong

  • Nach der Unterzeichnung des „Mainland and Hong Kong Closer Economic Partnership Arrangement“ (CEPA) ist die Zusammenarbeit zwischen Hongkong und Shenzhen noch enger geworden.

  • Shenzhen ist Hauptlieferant für Lebensmittel, wie Fleisch, Fisch, Gemüse und Milchprodukte für Hongkong, jährlich liefert Shenzhen 1,1 Mrd m³ Wasser nach Hongkong

  • Auch Kooperation im Hi-Tech-Bereich wird immer intensiver, so haben beispielsweise die Stadtverwaltung von Shenzhen, die Peking-Universität und die Hong Kong University of Science and Technology ein gemeinsames Forschungs- und entwicklungszentrum in Shenzhen errichtet, die vier wichtigsten Universitäten Hongkongs beteiligen sich im Virtuellen Universitäts-Campus in Shenzhen usw.

  • 100 der führenden 500 Unternehmen der Welt in Shenzhen angesiedelt.

  • Gleichzeitig gilt die Stadt auch als eine Hochburg der Kriminalität in China

  • Zurzeit in Shenzhen rund 60 deutsche Unternehmen mit einem eigenen Betrieb oder mit einem Vertretungsbüro vertreten, vor allem aus den Bereichen High-Tech, Optoelektronik, Elektronik, pharmazeutische Industrie und Dienstleistungen

Infrastruktur

  • der Hafen von Shenzhen viertgrößter Containerhafen weltweit, steht in starker Konkurrenz zum Hafen von Hongkong

  • im Jahr 2004 wurden dort über 13 Millionen TEU Frachtgut abgefertigt

  • im Jahr 2003 trugen die Einnahmen aus dem Containerhafenbetrieb 13 % zum Wirtschaftswachstums Shenzhens bei

  • Der Containerterminal in Shenzhen konnte in den letzten fünf Jahren ein jährliches Durchschnittswachstum der Frachtabfertigung in Höhe von 46 Prozent verzeichnen

  • Derzeit betreibt er 69 Überseeschiffsstrecken und monatlich legen dort mehr als 400 Schiffe an

  • Internationaler Flughafen Baoan mit einem jährlichen Umschlag von 14 Mio. Passagieren und 0,42 Mio. Tonnen Fracht viertgrößter Flughafen Festland-Chinas und ein wichtiges Luftfrachtzentrum für Südchina.

  • ein U-Bahn-Netz mit insgesamt acht Linien und einer Gesamtlänge von 246 km entsteht

  • große Infrastruktur-Projekte zwischen Hongkong und Shenzhen sind im Bau, wie beispielsweise eine neue Auto-Brücke

SHIP Shenzhen High-Tech-Industrial Park

  • errichtet im September 1996 – einer von 53 High-Tech Parks, die die besondere Unterstützung der chinesischen Regierung genießen

  • Fläche von 11,5 km²

  • Verkehrsgünstig gelegen im Nanshan District im Westteil der Stadt, 20 km vom Shenzhen Baoan International Airport, 80 km vom Hong Kong Chinajiao International Airport und 150 km vom Guangzhou Baiyun International Airport entfernt

  • Im Jahr 2003 betrug der industrielle Produktionswert des SHIP 89,5 Mrd. RMB (ca. 8,9 Mrd. Euro), davon der Produktionswert aus den High-Tech-Branchen: 86,7 Mrd. RMB (ca. 8,6 Mrd Euro)

  • Auf einer Fläche mit einem Anteil vom 0,6 % an der Gesamtfläche Shenzhens werden 18% der Industrieproduktion realisiert

  • 2003 wurden Waren im Wert von 5,2 Mrd. US$ exportiert

Ausstellungszentrum (China Hi Tech Fair Exhibition Center)

  • Im Stadtzentrum von Shenzhen gelegen

  • 1999 von der Stadtregierung als erstes Zentrum für High-Tech-Ausstellungen in China errichtet

  • jährlich werden über 60 internationale Ausstellungen dort abgehalten, die über 20 Industriezweige betreffen

  • nimmt eine Fläche von 77.000m² ein und verfügt über eine Ausstellungsfläche von 42.000m² unterteilt in 9 Multifunktions-Hallen

  • ist ausgestattet mit VIP-Räumen, Veranstaltungsräumen, Restaurants, Parkmöglichkeiten

 
 
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