Chongqing
 
 

 

  • liegt an der Einmündung des Jialing in den Jangtse

  • gehörte ursprünglich zur Provinz Sichuan und wurde im Jahr 1997 zur 4. Regierungs-unmittelbaren Stadt in China (neben Peking, Shanghai und Tianjin) und ist damit – genau wie die Provinzen – der Zentralregierung direkt unterstellt, der Hauptgrund hierfür war der Bau des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms

  • das Verwaltungsgebiet Chongqing hat bei einer Fläche von 82.400 km² (entspricht ungefähr der Fläche von Österreich) mehr als 31 Mio. Einwohner und ist damit die größte „Stadt“ der Welt

  • Verwaltungsgebiet stellt kein zusammenhängendes Stadtgebiet dar, sondern ist mit seiner vorwiegend ländlichen Struktur eher mit einer kleinen Provinz vergleichbar

  • eigentliche Stadt hat rund 13 Mio. Einwohner

  • nach der Fertigstellung des Drei-Schluchten-Staudamms im Jahr 2009 wird der dadurch entstehende Stausee bis Chongqing reichen, so dass auch größere Schiffe die Stadt erreichen können

  • 80 Prozent des vom Stausee zu überflutenden Geländes liegen im Gebiet des Verwaltungsgebietes Chongqing, 85 Prozent der insgesamt 1,2 Millionen vor dem Aufstauen umzusiedelnden Menschen haben hier ihren Wohnsitz, über tausend Fabriken müssen umgesiedelt und Dutzende von Ortschaften an hoch über dem Jangtse liegenden Stellen neu aufgebaut werden.

  • große Herausforderungen für den Umweltschutz – gegenwärtig fließen in Chongqing pro Jahr eine Milliarde Tonnen Abwasser unaufbereitet in den Jangtse, falls Chongqing sein Abwasserproblem bis 2009 nicht lösen kann, wird sich der dann aufgestaute See schnell in eine stinkende Giftbrühe verwandeln

  • während des 2. Weltkrieges die provisorische Hauptstadt Chinas, mit der Verlagerung des Regierungssitzes nach Chongqing begann 1938 die Industrialisierung der Stadt; zahlreiche Industriebetriebe wurden von der Küste hierher verlegt, darunter vor allem Rüstungsbetriebe; nach der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1949 wurden weitere umfangreiche Investitionen im Rüstungsbereich getätigt

  • ausgedehnte Gas- und Kohlevorkommen, weitere Bodenschätze (insgesamt 38 Arten) wie Eisenerz, Barium, Strontium und Quecksilber

  • Hauptindustriezweige: Automobil-, Motorrad-, Elektronik-, Aluminium-, Chemie-, Stahl-, Nahrungs­mittel- und Textilindustrie

  • Bruttosozialprodukt stieg 2004 um 12 %, Anteil der Privatbetriebe liegt bei ca. 50 %

  • aufgrund der zahlreichen Wasserkraftwerke und der reichen Vorkommen an Gas und Kohle ist die Energieversorgung gesichert

  • wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Autobahnen, Eisenbahnlinien, Überland-Busbahnhof, Hafen, Fährterminal und internationalem Flughafen

  • zahlreiche Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Forschungsinstitute sowie Bibliotheken; die bedeutendsten Universitäten sind die Southwest China Normal University (eröffnet 1906) und die Chongqing University (eröffnet 1929)

  • Partnerstadt von Düsseldorf

 

 
 

 

 
 
 
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